Polarlicht
Seemotive :

Zum Nordpol


Rechts ist die Nordpolarregion auf einer Karte des Kartographen Gerhard Mercator (1512 - 1594) abgebildet.
Die Karte zeigt in der Mitte den Nordpol mit einem Magnetberg. Rundherum sind die Eisflächen mit einigen Kanälen dargestellt.
Der rote Ring ist ziemlich genau der nördliche Polarkreis.
Die Längenkreise (Meridiane) laufen in einem Punkt, am Nordpol zusammen. Denn dort ist in jede Richtung Süden, Ost / West gibt es am Nordpol nicht.
Laut Definition liegt der geographische Nordpol am Schnittpunkt der Erdachse mit der nördlichen Erdoberfläche.

Bild: Wikipedia Internet Enzyklopädie.

Mercator


Kompass
Nordlicht
Der arktische Magnetpol ist jener Punkt der nördlichen Hemisphäre, an dem die magnetischen Feldlinien des Erdmagnetfeldes vertikal zur Erdoberfläche in die Erde eintreten.
Polarlichter entstehen, wenn elektrisch geladene Teilchen des Sonnenwindes auf die Erdatmosphäre treffen. Dort erzeugen sie einen Lichtschweif und werden entlang des Erdmagnetfeldes in Richtung des Magnetpols abgelenkt.


NW-Passage
Der magnetische Pol ist genau genommen im Norden ein magnetischer Südpol da sich im Magnetfeld gegenseitige Kräfte anziehen.
Entdeckt wurde der arktische Magnetpol am 1. Juni 1831 von James Clark Ross nahe Kap Adelaide, Boothia-Halbinsel, Kanada. Die (gerundeten) Koordinaten lagen bei 70 Nord - 96 West.
Der Magnetpol wandert, 2008 befand er sich bei 84 Nord - 121 West.
In der Antike war das gesamte Magnetfeld der Erde "umgepolt".
Der magnetische Nordpol wurde zum Südpol und umgekehrt.
Zum Beispiel zeigten die früheren chinesischen Kompassnadeln nach Süden und wurden auch 'Südweiser' genannt.
Kompass


Nansen
Fram
Der Norweger Fridtjof Nansen versuchte von 18931896 den Nordpol zu erreichen. Er wollte sich mit seinem Schiff "Fram" vom Packeis einschließen lassen und die natürliche Eisdrift des Arktischen Ozeans nutzen.
Der Rumpf der "Fram" wurde so konstruiert, dass er dem Druck des Eises während der Drift schadlos widerstand.
Im Juni 1893 begann die Fahrt.
Als sich abzeichnete, dass man den Nordpol so nicht erreichen konnte, verließ Nansen das Schiff nach 18 Monaten im März 1895.
Gemeinsam mit Fredrik Hjalmar Johansen versuchte er den Nordpol auf Skiern und mit Schlittenhunden zu erreichen.
Dieses gelang ihnen nicht, doch sie erreichten mit einer Breite von 86° 13,6' N einen neuen Nordrekord.
Nansen und Johansen erreichten Franz-Joseph Land und schliesslich Norwegen. Auch die "Fram" und ihre Besatzung kehrten 1896 nach Norwegen zurück.
Sverdrup
Der Norweger Otto Sverdrup war der Kapitän der "Fram" während der Eisdrift der Nansen Expedition.
Er führte von 1898 bis 1902 selbst eine sehr erfolgreiche Polarexpedition durch. Dabei nutzte er wieder die "Fram" als sein Expeditionsschiff.
Er kartierte ca. 150.000 Quadratkilometer bisher unbekanntes Land der kanadischen Arktis.


Andree
Andree
Der Schwede Salomon August Andrée versuchte 1897 mit zwei Mitarbeitern von Spitzbergen zur Beringstrasse mit einem Wasserstoffballon zu fliegen. Dabei plante er den Nordpol zu überqueren.
Nach dem Start im Juli 1897 blieb das Schicksal der Männer 33 Jahre ein Rätsel. 1930 wurde ihr letztes Lager auf der Insel Kvitøya / Spitzbergen entdeckt.
Man fand dabei Tagebücher und auch Filme der Männer, die man noch entwickeln konnte.
Daraus ergab sich, dass die Ballonfahrt nach 65 Stunden beendet wurde. Der Ballon war vereist, zu schwer. Sie landeten und bauten sich ein Lager auf einer Eisscholle, die südwärts trieb.
Im Oktober trieb die Scholle gegen die Insel Kvitøya. Dort bauten sie zur Überwinterung ein Lager.
Nach ihren Aufzeichnungen müssen sie kurz darauf gestorben sein.


Cook
Der amerikanische Polarforscher Frederick Cook behauptete am 21. April 1908 als Erster den Nordpol erreicht zu haben.
Zwei Inuit begleiteten ihn auf dieser Reise. Auf dem 85. Breitengrad habe er dabei Land gesehen.
Dass Cook 1908 im nördlichen Polareis unterwegs war, wird heute nicht angezweifelt. Allerdings kann er nie am Nordpol angekommen sein. Die Aussagen seiner Begleiter widersprachen sich. Cook hatte auch keinen Beweis; sein Proviant war zu knapp, sie wären sicherlich verhungert.
Ausserdem wurde eine Behauptung Cooks, den Gipfel des Denali in Alaska 1906 als Erster bestiegen zu haben, als falsch entlarvt.
1910 wurde Cook nach Prüfung seiner Aufzeichnungen des Betruges bezichtigt. Die Universität Kopenhagen erkannte ihm den Status als Entdecker des Nordpols wieder ab.


Nordpol
Nordpol
Die amerikanischen Forscher Robert Edwin Peary und Matthew Henson haben mit einigen Inuits am 6. April 1909 den Nordpol erreicht. Das behaupten sie und der Name Peary steht auch in jedem Schulatlas.
Dennoch gibt es auch hier Zweifel. Die erreichte Kilometerzahl der letzten vier Tagesetappen erscheint vielen Forschern als unmöglich und "kaum zu schaffen".
Dazu trennte sich Peary 240 km vor dem Pol von seinem kanadischen Kapitän.
So war niemand mehr dabei, der Pearys geografische Messungen bestätigen konnte. Die Tagebuchseite vom Tag am Nordpol ist komplett leer. Dazu behauptete Henson vor Peary am Nordpol gewesen zu sein.
Peary


Seine Grönlandexpeditionen waren für Peary hochprofitabel. Von den Inuit erhielt er freiwillig Elfenbein und Pelze im Austausch gegen Werkzeuge und Geschenkartikel.
Zudem verschleppte er sechs Inuit von Grönland in die USA. Sie wurden zu anthropologischen Forschungen an lebenden Objekten benutzt.
Vier der Inuit starben bald darauf an Tuberkulose. Die Körper wurden präpariert und in Museen ausgestellt.
Einen Zehnjährigen liess Peary erst 12 Jahre später in seine Heimat zurückkehren.
Inuit


Amundsen
Nobile
Nordpol
Am 12. Mai 1926 überflogen Umberto Nobile, Roald Amundsen und Lincoln Ellsworth mit dem Luftschiff "Norge" den Nordpol. Das ist wissenschaftlich einwandfrei gesichert.
Am 24. Mai 1928 erreichte Nobile bei einem zweiten Flug den Nordpol mit dem Luftschiff "Italia".
Auf dem Rückflug stürzte das Luftschiff ab, Nobile und 9 Besatzungsmitglieder wurden auf das Eis geschleudert.
Die geleichterte "Italia" stieg wieder auf und setzte per Funk Notrufe ab. Man fand aber nie eine Spur von dem Luftschiff.
Amundsen startete eine Rettungsmission per Flugzeug und verschwand mit diesem ebenfalls spurlos.
Die auf dem Eis festsitzende Besatzung einschliesslich Nobile konnte gerettet werden.


Krenkel
Papanin
Nordpol 1
Nordpol-1 war die erste Polarstation, die von der Sowjetunion 1937 auf einer driftenden Eisscholle am Nordpol eingerichtet worden ist.
Die Eisdriftstation wurde von Iwan Papanin geleitet. Weitere Mitarbeiter waren Jewgeni Fjodorow, Pjotr Schirschow und der Funker Ernst Krenkel.
Am 21. Mai 1937 setzte ein Flugzeug die Expedition auf einer Eisscholle ab. Die Position war 89° 25' Nord und 78° 40' West, also ganz dicht am Pol.
Die drei Meter dicke Eisscholle driftete mit 21 km pro Tag die Ostküste Grönlands südwärts.
Nach 274 Tagen wurden die Wissenschaftler von einem Eisbrecher aufgenommen.
Zu den Tiefenmessungen und Deklinationbestimmungen wurden eine Vielzahl von Forschungen betrieben.


Nautilus
Sibir
Die erste Unterquerung der arktischen Eiskappe fand 1958 durch das U-Boot USS "Nautilus" statt.
1987 gelang es dem sowjetischen Eisbrecher "Sibir" als erstem Schiff, durch die arktische Eisdecke bis zum Nordpol vorzustoßen.

Der erste Mensch, der den Nordpol zweifelsfrei und zu Fuß erreichte, war 1969 der Brite Walter William Herbert.


Nordostpassage
NO-Passager
Die Nordostpassage ist ein Seeweg im Nordpolarmeer entlang der Nordküste Eurasiens, der Atlantik und Pazifik verbindet.
Die erste erfolgreiche Durchquerung der Nordostpassage gelang Adolf Erik Nordenskiöld 1878/79 mit der "Vega".
Am 4. Juli 1878 verliess die "Vega" Göteborg. Ende September 1878 fror das Schiff nordwestlich der Beringstraße ein. Erst am 18. Juli 1879 konnte die Fahrt fortgesetzt werden.
Anfang September traf Nordenskiöld in Japan ein und fuhr von dort durch den Sueskanal nach Europa zurück.


NW-Passage
NW-Passage
Der norwegische Polarforscher Roald Amundsen (1872 - 1928) war der Erste, dem es gelang die Nordwestpassage zu durchfahren.
Sein Schiff war der nur 21 m lange kleine Walfänger "Gjøa".
Die Seereise begann im Juni 1903 in Oslo und führte die "Gjøa" durch die Enge zwischen dem kontinentalen Kanada und der Südküste der Victoria-Insel entlang.
Nach zwei Überwinterungen an den eisigen Küsten Nordkanadas erreichte die "Gjøa" Nome in Alaska im August 1906. Sie segelte von dort nach San Francisco, wo ihrer Besatzung und vor allem ihrem Kapitän am 19. Oktober ein begeisterter Empfang bereitet wurde.

  Seemotive hat über die Nordwestpassage eine extra Seite erstellt, Sie brauchen nur auf diese Zeile clicken.

NW-Passage


Flagge
Unter den polaren Eismassen der Arktis werden viele Bodenschätze vermutet.
Das weckt natürlich "Begierden" der Anrainerstaaten.
Um seine Ansprüche zu untermauern hat Russland am 2. August 2007 mit dem Tauchboot Mir-1 am Nordpol in 4261 m Tiefe eine Flagge aus Titan in den Meeresboden gerammt.
Die Russen meinen, das der Pol sich auf einer Fortsetzung des russischen Kontinentalschelfs befindet.
Das dänische Außenministerium sagte dazu: "Für die juristische Durchsetzung völkerrechtlicher Ansprüche hat das nicht die geringste Bedeutung."

Wegen der allgemeinen Klimaerwärmung und der Eisschmelze wird die Erschließung der Arktis in Zukunft einfacher.


icebreaker
icebreaker
Eine Marke und ein Beleg vom Atom-Eisbrecher "Yamal", der 1992 in Dienst gestellt wurde. Daran kann man erkennen, dass die Russen einen florierenden Tourismus zum Nordpol anbieten.
Das Schiff hat Kabinen für 100 Passagiere. Ein Hubschrauber ist ebenfalls an Bord . Die "Yamal" hat zwischen 2001 bis 2008 insgesamt 47 Reisen zum Nordpol durchgeführt.


Hinweis:
Von den genannten Entdeckern und Wissenschaftlern ist nur die eine Fahrt aufgeführt, die im Zusammenhang mit dem Nordpol steht. Natürlich haben sie mehrere Reisen in diese oder andere Gebiete unternommen.

Wenn Sie sich die Seite über den Wettlauf zum Südpol ansehen wollen, klicken Sie nur auf diese Zeile.

Quelle: Wikipedia Internet Enzyklopädie.

Fram

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