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Seemotive : Viermastbark Pommern!
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Das Schiff wurde 1903 für die Hamburger Reederei B. Wencke Söhne gebaut. Tradition der Reederei
war, ihre Schiffe nach griechischen, mythologischen Gestalten zu benennen.
So bekam dieser Neubau den Namen "Mneme", die Muse der Erinnerung!
Als Galionsfigur war sie für alle sichtbar.
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Einige Daten zum Schiff:
- Bauwerft J. Reid, Glasgow
- Stapellauf 24.2. 1903
- Rumpf und Masten aus Stahl
- vier Masten, Fock-, Groß-, Kreuz- und Besanmast
- 28 Segel, Segelfläche 3.240 qm
- Rigg ohne Royalsegel
- Länge üa 106,5 m
- Breite 13,2 m
- Tiefgang 6,8 m
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- Vermessung 2.376 BRT
- Verdrängung 5.460 tons
- Ladekapazität 3.950 tons
- Besatzung 24 Mann
- Höchstgeschwindigkeit 16 kn
- Ein Dampfkessel zur Unterstützung beim Laden und Löschen
Dampfkraft auch bei der Ankerwinsch
- kein Motor, im Hafen Schlepperunterstützung
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Nur drei Monate nach dem Stapellauf lief die "Mneme" im Mai 1903 zur Jungfernfahrt nach Valparaiso aus.
Das Schiff transportierte auf der Ausreise Kohle und kam mit Salpeter (Guano) zurück.
Als der Reeder 1906 starb wurde das Schiff verkauft.
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Das Schiff wurde an die Hamburger Rhederei AG im Januar 1906 verkauft.
Und noch im November 1906 erwarb die Reederei Ferdinand Laeisz das Schiff.
Da alle Laeisz-Schiffe einen Namen mit dem Anfangsbuchstaben "P" hatten wurde die
"Mneme" in "Pommern" umbenannt.
Ferdinand Laeisz (1801 - 1887) war ein deutscher Kaufmann und Reeder.
Unter seiner Leitung entstand mit den "Flying-P-Linern" die letzte, große erfolgreiche
Windjammerflotte.
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Die "Pommern" wurde in der Salpeterfahrt nach Chile eingesetzt. Auf der Ausreise wurde
Stückgüt geladen, auf der Heimreise Salpeter.
Im Januar 1911 kollidierte die"Pommern" mit der englischen Bark "Engelhorn" in der Nordsee bei
Helgoland.
Beide Schiffe wurden bei dem Unfall beschädigt. Die "Pommern" erlitt Schäden am Heck und im
Rigg.
Dennoch verlief die Kollision glimpflich. Beide Schiffe konnten ihre Reisen nach
den Reparaturen fortsetzen.
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Nach dem 1. Weltkrieg wurde die "Pommern" als Reparationsleistung an Griechenland abgeliefert.
Im Mai 1923 kaufte der finnische Reeder Gustaf Erikson die "Pommern".
Seitdem ist ihr Heimathafen Mariehamn auf den Ålandinseln.
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Unter der Erikson Flagge wurde die "Pommern" in der Weizenfahrt zwischen Australien und Europa
eingesetzt.
Kurz vor Ausbruch des 2. Weltkrieges kam sie von Australien zurück und wurde in Mariehamn aufgelegt.
1944 wurde sie aus Sicherheitsgründen nach Stockholm verlegt. Dort nutzte man sie als
Getreidespeicher.
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1945 kehrte die "Pommern" in ihren Heimathafen zurück. Sie wurde geschleppt.
Es war ihre letzte Fahrt.
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Nach dem Tod Eriksons schenkte die Familie die "Pommern" der Stadt Mariehamn.
Als Auflage war, das Schiff unverändert zu erhalten.
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Die "Pommern" wurde und wird in einem 10jährigen Rhytmus Instand gehalten.
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Die "Pommern" ist ein Museumsschiff und kann in den Sommermonaten besichtigt werden.
Quelle:
Wikipedia Internet Enzyklopädie.
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